Ausgangslage

Rettet die Gemeindewiese! Mit dieser unmissverständlichen Aufforderung hat sich in Tägerwilen ein Komitee gebildet, welches die Überbauung der Gemeindewiese verhindern will. Mit dem von den Behörden geplanten Kinder- und Jugendzentrum soll dort in Verbindung mit einer Tiefgarage die Gemeindewiese grossflächig überbaut werden. Unsere Opposition richtet sich nicht primär gegen die im Neubau unterzubringenden Institutionen, sondern gegen den geplanten Standort. Die Gemeindewiese ist frei zu halten und soll uns und unseren Nachkommen noch Möglichkeiten zur Gestaltung des Zentrums offenhalten. Unsere Generation hat schon jetzt zu viel Land verbaut. Weitsichtige Vorfahren haben die Gemeindewiese für uns erworben. Eine zurückhaltende und landschonende Überbauung hat bisher stattgefunden. Nach wie vor bleibt uns eine grosse Gemeindewiese erhalten, welche für Feste, Jubiläen, 1. Augustfeiern, Zirkus, Weihnachtsmarkt und weitere öffentliche Aktivitäten zur Verfügung steht. Kurz: ein Stück Tägerwiler Identität, welche nicht ohne Zwang aufgegeben werden sollte.

Mit der geplanten Überbauung gehen auch Parkplätze verloren, was den Bau einer fragwürdigen Tiefgarage nach sich zieht. Es darf nicht sein, dass mit Steuergeldern Parkplatzerfordernisse von wenigen Privatpersonen/-unternehmen finanziert und subventioniert werden.

Das zur Ausführung vorgeschlagene, zweigeschossige Projekt weist, im Verhältnis zu den gewonnenen Nutzflächen, einen sehr hohen Landverschleiss auf. Ein Streben nach innerer Verdichtung ist nicht erkennbar. Eine zukünftige Zentrumsplanung unter Einbezug dieser Parzelle wird verunmöglicht.

Die Information der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger zu Notwendigkeit und Bedarf des Projekts sowie zur Prüfung von Alternativen bleibt bis heute ungenügend. Eine frühzeitige Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit dem Vorhaben ist deshalb nicht möglich.

Ein Marschhalt, verbunden mit der Freihaltung der Gemeindewiese, und eine ernsthafte Prüfung von Alternativen sind gefordert. Der heutige Pavillon wird von der Baukommission zwar als spartanisch, aber durchaus als funktionsfähig beurteilt. Die Infrastruktur im Pavillon kann die Bedürfnisse der familienergänzenden Kinderbetreuung bis auf weiteres erfüllen. Das aktuelle Angebot im schulischen, wie auch im ausserschulischen Bereich ist ausreichend und nicht gefährdet. Die Zeit ist vorhanden, um bessere Lösungen für die Zukunft auszuarbeiten.

Bilder sprechen eine eigene Sprache

… eine rote Kiste mit blauen Parkplätzen …

Fasnacht 2020

Bob’s Diner – zu Corona-Zeiten